374. Auktion - Die Sammlung ERIVAN

27. Juni 2020 in Wiesbaden

Los-Nr.102

Erhaltung

6

Katalog-Nr.HH16a

Ausruf4.000 €
Zuschlag6.000 €

1865, Kompletter Faltbrief datiert "Helgoland 30 Aug. 65" nach Hamburg, frankiert mit Hamburger Freimarke 1864, 4 Schilling gelbgrün mit leicht und sauber aufgesetztem Strichstempel und nebengesetztem Herkunftsstempel "HELGOLAND." in schwarzer Farbe. Der Brief stammt aus der 1. Periode der Verwendung Hamburger Freimarken auf Helgoland, während der die Marken erst bei Ankunft in Hamburg entwertet wurden. Die Marke zeigt eine leichte waagerechte Druckfalte, 2 verkürzte Zähne und einige ergänzte Zähne am Oberrand, sonst gute und frische Erhaltung. In der Heinrich-Köhler-Kartei sind insgesamt nur 8 frankierte Briefe der ersten Periode registriert, davon nur ein weiterer mit der gezähnten Ausgabe. Eine der großen Seltenheiten der Helgoland-Philatelie. Signiert Lemberger und Fotoattest Mehlmann BPP (2020) (Mi.-Nr. HH16a) Provenienz: Abgebildet im Lemberger-Handbuch Seite 27, 146. Edgar Mohrmann-Auktion (1976), John Boker jr. (1988)

Los-Nr.103

Erhaltung

6

Katalog-Nr.15

Ausruf30.000 €
Zuschlag100.000 €

1866, Dreiseitig geöffnetes Briefkuvert, frankiert mit waagerechtem 4er-Streifen Hamburg 1865, 3 Schilling ultramarin, farbfrisch und gut gezähnt, mit zweimal sauber aufgesetztem englischen Halbrundstempel "HELIGOLAND 2 SP 1866" und nebengesetztem blauen Herkunftsstempel "HELGOLAND" an "Fräulein Emilie Brand Wohlgeboren, Irrenanstalt bei Halle a/S." mit rückseitigem Durchgangsstempel des Hamburger Stadtpostamtes und Ausgabestempel vom 4.9. Der Brief ist für die 2. Gewichtsstufe korrekt frankiert mit je zweimal 4 Schilling Postvereinsporto und 2 Schilling Seezuschlag für die Dampferbenutzung während der Badesaison. Im Kuvert links kleiner Einriß, sonst sehr schöne und äußerst attraktive Erhaltung. Aus der 2. Periode der Verwendung Hamburger Freimarken auf Helgoland mit Entwertung durch britischen Stempel sind nur 3 weitere Briefe bekannt, davon einer aus derselben Korrespondenz, jedoch für den einfachen Portosatz frankiert (im Besitz der Museumsstiftung für Post und Telekommunikation). Dieses Stück mit seiner einmaligen Streifenfrankatur ist ohne Zweifel das absolute Spitzenstück der Helgoland-Philatelie. Signiert Drahn und Kruschel. (Mi.-Nr. 15) Provenienz:  41. Heinrich Köhler-Auktion (1926), Beschrieben und abgebildet im Kohl-Handbuch (1933), Sammlung Klein (abgebildet in der Festschrift des Hamburg-Altonaer Vereins 1935), 80. Shanahan's Auktion (1958), 'Romanow' (8. Kruschel-Auktion, 1976), Edgar Kuphal (17. Kruschel-Auktion, 1983), John Boker jr. (1988)

Los-Nr.104

Erhaltung

6

Katalog-Nr.1II, 2, 3

Ausruf3.000 €
Zuschlag11.000 €

1867/68, Durchstochene Ausgabe ½ Schilling in Type II, 1 Schilling und 2 Schilling, als Streifen geklebt, alle farbfrisch, die ½ Schilling rechts mit leichten Durchstichunregelmäßgkeiten und die 1 Schilling gering eckrund, sonst alle gut durchstochen und einwandfrei, mit sauber auf- und nebengesetztem Langstempel "HELGOLAND." auf Briefkuvert nach Berlin mit vorderseitigem roten Rahmenstempel "HAMBURG / 16 9 68 / FRANCO" sowie rückseitigem Transit- und Distributionsstempeln. Das Kuvert kleine Randrisse und in den Faltungen teils getrennt sowie der größte Teil der rückseitigen Verschlußklappe ergänzt. Eine attraktive und seltene Dreifarbenfrankatur der 1. Ausgabe. In der Heinrich-Köhler-Kartei sind nur 6 weitere registriert. Fotoatteste Lemberger BPP (1985) und Heitmann BPP (2020) (Mi.-Nr. 1II, 2, 3) Provenienz: Edgar Kuphal (142. Corinphila-Auktion 2005)

Los-Nr.105

Erhaltung

6

Katalog-Nr.9

Ausruf2.000 €
Zuschlag7.500 €

1873, 3/4 Schilling hellgrün/rosa im senkrechten Paar mit Rundstempel "HELIGOLAND SP 24 1874" auf blauer Briefhülle nach Hamburg mit Ankunftsstempel vom nächsten Tag. Die obere Marke des Paares unauffälliger Einriß am Oberrand, die untere mit Fehlzahn unten, sonst gute und frische Erhaltung. Paare sind die größten bekannten gebrauchten Einheiten dieser Marke, auf Brief sind in der Heinrich-Köhler-Kartei nur 2 weitere registriert. Signiert Lemberger BPP und Fotoattest Heitmann BPP (2020) (Mi.-Nr. 9) Provenienz: 240. Heinrich Köhler-Auktion (1983), John Boker jr. (1988)

Los-Nr.106

Erhaltung

6

Katalog-Nr.16a, 15

Ausruf800 €
Zuschlag2.600 €

1875, 50 Pfennig im waagerechten Paar und 25 Pfennig, alle farbfrisch und bis auf einen stumpfen Zahn bei einer 50 Pfennig einwandfrei gezähnt, mit sauber aufgesetztem Rundstempel "HELIGOLAND OC 8 1889) auf Eilboten-Paketkarte für "Ein Körbchen lebende Hummer" nach Leipzig mit rückseitigem Durchgangsstempel von Cuxhaven und Distributionsstempel. Eine attraktive und seltene Karte in sehr schöner Erhaltung. Signiert W. Engel BPP und Fotoattest Heitmann BPP (2020) (Mi.-Nr. 16a, 15)