Die Sammlung ERIVAN

Altdeutsche Staaten

Wiesbaden 8. Juni 2019
Los-Nr.37

Erhaltung

6

Katalog-Nr.10H

Ausruf4.000 €
Zuschlag12.000 €

1862, 6 Kreuzer blau, diagonal halbiert, linke untere Hälfte, farbfrisch und breitrandig, mit klar aufgesetztem geschlossenen Mühlradstempel "567" auf Briefhülle (eine Seitenklappe fehlend) mit Aufgabestempel "WEILHEIM 28/3" (1865) nach Wolfratshausen. Die Halbierung wurde als 3 Kreuzer-Frankatur anerkannt und der Brief unbeanstandet befördert. Ein sehr schöner und seltener Brief. Signiert Pfenninger und Fotoattest Stegmüller BPP (2009) Provenienz: 49. Stock-Auktion (1931), 64. Larisch-Auktion (1971), Fritz Kirchner (340. Köhler-Auktion, 2010)

Los-Nr.38

Erhaltung

6

Katalog-Nr.10a, 12+18

Ausruf1.000 €
Zuschlag4.200 €

1862, 6 Kreuzer blau zusammen mit wertstufengleicher Mischfrankatur von 12 Kreuzer grün und 1867, Wappen 12 Kreuzer lila im waagerechten Paar, alle voll- bis teils breitrandig, die 12 Kreuzer-Werte mit unauffälligen waagerechten Knittern im oberen Bereich, die 6 Kreuzer mit behobenen bayernbrüchigen Stellen am Unterrand, mit offenem Mühlradstempel "325" und teils übergehendem zweizeiligem Langstempel "MÜNCHEN 26 FEB. 1867" auf kleinem Briefkuvert der 2. Gewichtsstufe über die Schweiz nach Genua. Das Porto setzte sich zusammen aus 18 Kreuzern bayerisches Porto, 12 Kreuzern schweizer Transit und 12 Kreuzern italienischem Anteil; das Weiterfranko für den Schweizer Transit irrtümlich nur "6" Kreuzer für das einfache Porto notiert. Trotz der kleinen Unzulänglichkeiten ein attraktiver Brief mit einer sehr seltenen Frankaturkombination; wir haben keine weitere in dieser Zusammenstellung registriert. Fotoattest Sem BPP (2018)

Los-Nr.39

Erhaltung

6

Katalog-Nr.13a

Ausruf500 €
Zuschlag2.200 €

1862, 18 Kreuzer zinnoberrot, farbfrisch und voll- bis breitrandig mit Schnittlinien an drei Seiten, mit sauber aufgesetztem geschlossenem Mühlradstempel "295" und nebengesetztem Halbkreisstempel "MAINBURG 2/1" (1868) auf Briefhülle mit Leitvermerk "via Oesterreich" nach Rom im Kirchenstaat. Der Brief zeigt eine ungewöhnlich hohe Überfrankatur; seit 1.10.1867 betrug das Porto pro Loth 6 Kreuzer bayerisches Porto und 6 Kreuzer italienisches Porto bis zur Grenze des Kirchenstaates, das dortige Inlandsporto konnte nicht vorfrankiert werden und wurde vom Empfänger eingezogen. Eine attraktive und interessante Einzelfrankatur in einwandfreier Erhaltung. Signiert Georg Bühler mit Fotoattest (1978) und Fotoattest Sem BPP (2018)

Los-Nr.40

Erhaltung

6

Katalog-Nr.14a

Ausruf500 €
Zuschlag3.400 €

1867, Wappenausgabe1 Kreuzer grün im senkrechten 4er-Streifen, farbfrisch und allseits voll- bis breitrandig mit jeweils klar aufgesetztem Halbkreisstempel "KOLBERMOOR 10/6" (1870) auf Streifband der zweiten Gewichtsstufe nach Pernau in Russland mit rückseitigen Transit- und Ankunftsstempeln. Der Streifen wurde bereits mit einem senkrecht durch alle Marken verlaufenden unauffälligen Bug aufgeklebt, sonst schöne und frische Erhaltung. Eine attraktive und seltene Auslandsdrucksache. Fotoattest Sem BPP (2018)

Los-Nr.41

Erhaltung

6

Katalog-Nr.14a I, 14a

Ausruf200 €
Zuschlag350 €

1 Kreuzer grün im senkrechten Paar, dabei die untere Marke mit Plattenfehler "linke obere Wertziffer durchbalkt", farbfrisch und voll- bis breitrandig mit sauber aufgesetztem Halbkreisstempel "MÜNCHEN Vst. AU 22/11" (1867) auf Ortsbriefhülle der 2. Gewichtsstufe nach München mit Ankunftstempel. Ein sehr schönes Stück in einwandfreier Erhaltung. Signiert Drahn und Fotobefund Sem BPP (2018) Provenienz: John Boker jr. (1987)

Los-Nr.42

Erhaltung

0 1 4

Katalog-Nr.19

Ausruf3.000 €
Zuschlag7.500 €

1867, 18 Kreuzer dunkelzinnoberrot im vollständigen Schalterbogen mit 30 Marken, farbfrisch, allseits mit breiten Bogenrändern. Ungebraucht mit Originalgummi, in den Rändern einige Falzreste, einmal auf die linke obere Marke leicht übergehend, sonst alle Marken postfrisch und in einwandfreier Erhaltung. Ein schöner und seltener Bogen. Die Köhler-Kartei hat nur einen weiteren registriert (ex Sammlung Elster).
Provenienz: John Boker jr. (1986)

Los-Nr.43

Erhaltung

6

Katalog-Nr.19,18,15

Ausruf10.000 €
Zuschlag17.000 €

1867, 18 Kreuzer ziegelrot, 2 Einzelwerte zusammen mit 12 Kreuzer lila und 3 Kreuzer rosa; eine 18 Kreuzer oben in der Randlinie geschnitten, sonst alle voll- bis breitrandig und farbfrisch, mit klar aufgesetzten offenen Mühlradstempeln "325" und teils übergehendem sauberen Rahmenstempel "MÜNCHEN 5 OCT 1867" auf Leinen-Briefkuvert mit Leitvermerken "per Royal Mail Steamer" und "via England" nach Bloomfontein im Oranje Freistaat am Kap der guten Hoffnung. Vorderseitiger Durchgangsstempel von London und Ankunftsstempel von Kapstadt. Das Porto setzt sich zusammen aus 8 Kreuzern Vereinsporto, 10 Kreuzer Transit für Belgien und England sowie 33 Kreuzer Seetaxe bis Kapstadt. Das Weiterfranko wurde in München zwar nicht korrekt vermerkt, aber bei der Umspedition in England richtig gestellt. Eine außerordentlich seltene Dreifarbenfrankatur der Wappenausgabe und einer der besten Auslandsbriefe der Kreuzer-Zeit, Fotoattest Brettl BPP (1991) Provenienz: Sothebys (Johannesburg 1991), Dr. Karl Zangerle (343. Heinrich Köhler Auktion 2011)

Los-Nr.44

Erhaltung

6

Katalog-Nr.23X

Ausruf1.000 €
Zuschlag2.600 €

1870, Wappenausgabe 3 Kreuzer rosa, farbfrisch und einwandfrei gezähnt, mit sauber auf- und nebengesetztem Halbkreisstempel "K. BAYER. FELDPOST IV 10/2" auf kleinem Chargé-Kuvert nach Raez-Almas in Ungarn mit handschriftlichem Vermerk "Feldpost bis Passau". Der rückseitig vermerkte Absender, ein Mitglied der Hauptmunitions-Kolonne des II. Bayerischen Armeekorps trägt denselben Namen wie die Empfängerin in Ungarn. Es sind einige wenige ähnliche Belege aus derselben Korrespondenz bekannt; ein in dieser Form sehr seltener Feldpostbrief in sehr schöner Erhaltung. Fotoattest Brettl BPP (1983) Provenienz: John Boker jr. (1988)

Los-Nr.45

Erhaltung

6

Katalog-Nr.23X

Ausruf1.500 €
Zuschlag3.600 €

1870, 3 Kreuzer karminrosa, sehr schön farbfrisch und bis auf einen leicht verkürzten Zahn gut gezähnt, mit zentrisch sauber auf- und zusätzlich zweimal daneben gesetztem roten Einkreisstempel "HEMAU 10/11" auf Briefhülle (rückseitig nicht ganz komplett) mit Teil des Inhaltes nach Eichstätt. Rote Ortsstempel sind bei Bayern außerordentlich selten, wir haben insgesamt nur 4 Briefe und eine Karte mit solchen registriert; dies ist der einzige bekannte Markenbrief mit dem roten Stempel von Hemau. Eine bemerkenswerte Stempelrarität in sehr schöner Erhaltung. Fotoattest Sem BPP (2018) Provenienz: 33. Kirstein-Auktion (1982), John Boker jr. (1987)

Los-Nr.46

Erhaltung

5

Katalog-Nr.2

Ausruf500 €
Zuschlag550 €

1861, 1 Schilling schwarz, farbfrisch und allseits breitrandig mit allen Zwischenlinien, mit leicht und sauber aufgesetztem Strichstempel sowie leicht übergehendem Ortsstempel "BERGEDORF 12 9/II T" auf Briefstück. Die Marke war zur Kontrolle gelöst; sie hat am Unterrand winziges unmerkliches Randrisschen, sonst tadellos. Ein sehr schönes und dekoratives Briefstück. Signiert Drahn und Kruschel sowie Fotoattest Dr. Mozek BPP (2018) Provenienz: 66. Heinrich-Köhler Auktion (1930), 179. Heinrich-Köhler Auktion (1965)

Los-Nr.47

Erhaltung

6

Katalog-Nr.3

Ausruf2.000 €
Zuschlag2.800 €

1 ½ Schilling schwarz auf gelb, sehr schön farbfrisch und allseits breitrandig mit Teilen aller Zwischenlinien, mit übergehendem Strichstempel und sauber nebengesetztem Aufgabestempel "BERGEDORF 11 5/II T" auf Briefkuvert an den Lehrer Eckhoff in Steinkirchen im Alten Land. Rückseitig Durchgangsstempel des Hannöverschen Postamtes von Hamburg und von Jork (beide in blau). Die Marke war gelöst, sie ist rückseitig winzig aufgeraut mit leichten hellen Stellen. Ein schöner und seltener Brief aus dieser bekannten Korrespondenz. Fotoattest Dr. Mozek BPP (2018) Provenienz: Dr. Werner (81. Grobe-Auktion 1949), John Boker jr. (1988)

Los-Nr.48

Erhaltung

6

Katalog-Nr.2+HH13

Ausruf40.000 €
Zuschlagunverkauft

1861, 1 Schilling schwarz, allseits breitrandig und farbfrisch, in Mischfrankatur mit Hamburg 1864, 2 Schilling orangerot, ebenfalls farbfrisch und allseits gut gezähnt, auf kleinem Briefkuvert nach Cuxhaven mit nebengesetztem Aufgabestempel "BERGEDORF 16 8/III T". Der Brief ist prinzipiell portogerecht frankiert: Das Porto nach Hamburg betrug 1 Schilling, das von Hamburg nach Cuxhaven 2 Schilling. Die Bergedorfer Post akzeptierte die Frankatur zunächst nicht, entwertete nur die Bergedorf-Marke und rechnete die Frankatur um in "2 ¼ Sgr." und taxierte einen offenbaren Fehlbetrag von "3/4", obwohl Cuxhaven innerhalb der 20 Meilen-Zone lag. Die Nachtaxe wurde dann vermutlich in Hamburg gestrichen und die Hamburger Post entwertete ihr Postwertzeichen. Rückseitig Durchgangsstempel von Hamburg und Ankunftstempel von Ritzebüttel. Die Bergedorf-Marke ist am Unterrand restauriert. Sie klebte ursprünglich etwas unter der Hamburger Marke, daher der Hamburg-Stempel auf der Bergedorf-Marke etwas retuschiert; das Kuvert leichte Reinigungsspuren. Dieser Brief ist eine der ganz großen Seltenheiten der Bergedorf- und Altdeutschland-Philatelie, einzig bekannte Mischfrankatur einer Bergedorf-Marke mit einer Freimarke eines anderen Staates und die wohl elitärste Mischfrankatur Altdeutschlands. Fotoattest Dr. Mozek BPP (2018) Provenienz: Sammlung Laufs, Bonn (1. Ernst Stock-Auktion 1918), Gaston Nehrlich (65. Köhler-Auktion 1930), John Boker jr. (1988)

Los-Nr.49

Erhaltung

6

Katalog-Nr.4

Ausruf6.000 €
Zuschlag7.500 €

1861, 3 Schilinge blau auf rosa, links unten ganz leicht berührt, sonst allseits voll- bis meist sehr breitrandig und sehr schön farbfrisch, mit leicht und sauber übergehend aufgesetztem Strichstempel und nebengesetztem Aufgabestempel "BERGEDORF 28 6 /IV T" auf komplettem Faltbrief nach Lübthen in Mecklenburg mit vorderseitigem privaten Eingangsvermerk. Ein sehr seltener Brief in frischer, tadelloser und ursprünglicher Erhaltung. Signiert Friedl und Fotoattest Dr. Mozek BPP (2018) Provenienz: Sammlung Laufs, Bonn (1. Stock-Auktion 1918), Dr. Werner (81. Grobe-Auktion 1949), John Boker jr. (1986)

Los-Nr.50

Erhaltung

6

Katalog-Nr.HHU8

Ausruf5.000 €
Zuschlag5.000 €

1867, Hamburg Ganzsachenumschlag ½ Schilling schwarz mit sauber aufgesetztem blauem Kreisstempel "KIRCHWERDER 1../6", adressiert  nach Hamburg mit Ankunftsstempel vom 14.6.; schöne und einwandfreie Erhaltung, lediglich rückseitig etwas rau geöffnet. Briefe der Post-Expedition Kirchwerder sind außerordentlich selten. Wir haben insgesamt keine 10 Belege registriert; auf Hamburg-Ganzsache ist der Stempel nur ein weiteres mal belegt. Fotoattest Dr. Mozek BPP (2012) Provenienz: 350. Heinrich-Köhler Auktion (2012)

Los-Nr.51

Erhaltung

6

Katalog-Nr.DK7

Ausruf4.000 €
Zuschlagunverkauft

1858, Dänemark 4 Schilling hellbraun im waagerechten Paar, oben mittig Lupen- sonst voll- bis überrandig, mit sauber übergehend aufgesetztem Ortsstempel "BERGEDORF 18 12/IV T" auf kompletter Rechnung der Bergedorfer Eisenbahnzeitung nach Steinhorst. Eine attraktive und aus Bergedorf sehr seltene Mehrfachfrankatur dieser Marke; die Köhler-Kartei nur drei weitere registriert. Fotoattest Dr. Mozek BPP (2018) Provenienz: 2. Ernst Stock-Auktion (1918), John Boker jr. (1988)

Los-Nr.52

Erhaltung

6

Katalog-Nr.SH7

Ausruf1.000 €
Zuschlag1.000 €

1864, Schleswig-Holstein 1 ¼ Schilling blau auf rosa mit sauber aufgesetztem Bergedorfer Strichstempel und nebengesetztem Aufgabestempel "BERGEDORF 4 3/II T" auf vollständiger Rechnung der Bergedorfer Eisenbahnzeitung nach Lauenburg. Die Marke rechts oben minimal Scherenschnitt, sonst tadellose und sehr frische Erhaltung. Signiert Hassel, Basel und Fotoattest Dr. Mozek BPP (2018)

Los-Nr.53

Erhaltung

6

Katalog-Nr.1-3

Ausruf3.000 €
Zuschlag5.000 €

1852, Wappen auf weißem Papier, die vollständige Ausgabe 1 Silbergroschen rosa, 2 Silbergroschen blau und 3 Silbergroschen orangerot, alle farbfrisch und voll- bis meist breitrandig, mit jeweils sauber auf- und zusätzlich nebengesetztem Schnallenstempel von Holzminden als Einzelkfrankaturen auf Briefen (3 Silbergroschen auf Briefhülle) nach Preußen, in den 1., 2. bzw. 3. Rayon. Die 3 Silbergroschen war gelöst, die beiden anderen Werte ursprünglich haftend; in der Vorderseite des 1 Silbergroschen-Briefes kleines Brandloch, sonst schön und einwandfreie Erhaltung. Der vorphilatelistische Schnallenstempel von Holzminden ist als Entwerter sehr selten, wir haben insgesamt nur 8 weitere Briefe der ersten Ausgabe registriert. Jeweils Fotoattest Dr. Wilderbeek BPP (2018) Provenienz: Erich Weise (296. Heinrich Köhler Auktion 1997)

Los-Nr.54

Erhaltung

6

Katalog-Nr.4

Ausruf1.000 €
Zuschlag2.200 €

1853, ¼ Gutegroschen schwarz auf gelbbraun, senkrechter 3er-Streifen, verschwenderisch breit- bis überrandig geschnitten, rechts und links mit Teilen von 6 Nachbarmarken, mit sauber aufgesetztem Nummernstempel "47" und nebengesetztem blauen Doppelkreisstempel "WOLFENBÜTTEL 17/12" auf Briefhülle nach Helmstedt mit vorausbezahltem Bestellgeld. Die Briefhülle außerhalb der Frankatur etwas gereinigt, sonst tadellos. Eine in diesem Schnitt sensationelle Streifenfrankatur. Fotoattest Dr. Wilderbeek BPP (2018) Provenienz: 18. Köhler-Aukton (1918), John Boker jr. (1986)

Los-Nr.55

Erhaltung

3

Katalog-Nr.7a

Ausruf100 €
Zuschlag280 €

1853, Wappen auf farbigem Papier, 2 Silbergroschen schwarz auf blau, farbfrisch und allseits breit- bis überrandig, seitlich und unten mit Teilen von 5 Nachbarmarken, leicht entwertet durch Nummernstempel. Ein absolutes Ausnahmestück. Signiert HK und Kurzbefund Wilderbeek BPP 

Los-Nr.56

Erhaltung

6

Katalog-Nr.7aH1

Ausruf4.000 €
Zuschlagunverkauft

2 Silbergroschen schwarz auf blau, diagonal halbiert, linke obere Hälfte, voll- bis breitrandig und sehr schön farbfrisch, mit leicht aufgesetztem Nummerstempel "18" und sauber nebengesetztem Rahmenstempel "HALLE A.D.WESER 6/10" (1863) auf komplettem kleinen Faltbrief nach Polle in Hannover mit Ankunftsstempel vom selben Tag. Ein attraktiver Brief in ursprünglicher Erhaltung. Fotoattest RPSL (1950) und Lange BPP (1998)

Los-Nr.57

Erhaltung

6

Katalog-Nr.9a

Ausruf200 €
Zuschlag650 €

1857, Teilbare Inlandsmarke 2/4 Gutegroschen schwarz auf graubraun, voll- bis breitrandig mit leicht aufgesetztem Nummernstempel "17" und nebengesetztem vorphilatelistischem Doppelkreisstempel "GROSSWENNIGSTEDT" mit handschriftlichem Datum "15/8" auf kleiner rekommandierter Briefhülle nach Schöppenstedt mit sauber nebengesetztem roten Ovalstempel "REKOMMANDIRT.". Einschreibebriefe von Braunschweig sind relativ selten, insbesondere aus einem so kleinen Ort. Ein ausgesprochen schöner Brief in tadelloser Erhaltung. Signiert Dr. Marx und Kruschel 
Provenienz: Dr. Walter Marx (23. Kruschel-Auktion 1985)

Los-Nr.58

Erhaltung

6

Katalog-Nr.9a

Ausruf200 €
Zuschlag460 €

¼ Gutegroschen auf graubraun, leicht berührt bis sehr breitrandig, mit klar aufgesetztem Nummernstempel "8." und sauber nebengesetztem blauen Doppelkreisstempel "BRAUNSCHWEIG 2 AUG. 1861" auf vorgedrucktem Streifband der Hofbuch- und Musikalienhandlung Leibrock nach Zorge. Ein sehr schönes Stück in tadelloser Erhaltung. Signiert Dr. Marx und Kruschel
Provenienz: Dr. Walter Marx (23. Kruschel-Auktion 1985)

Los-Nr.59

Erhaltung

6

Katalog-Nr.10Ax+9a

Ausruf1.000 €
Zuschlag1.800 €

1863, ½ Silbergroschen schwarz auf grün, farbfrisch und allseits breitrandig in Mischfrankatur mit 1857, 5/4 Gutegroschen auf graubraun, voll- bis breitrandig mit Teilen von zwei Nachbarmarken, mit mehrfach sauber auf- und nebengesetztem Doppelkreisstempel "BRAUNSCHWEIG 16 FEBR. 1867" auf Briefhülle nach Wolfenbüttel. Eine attraktive und seltene Mischfrankatur, bei der die 5/4 Gutegroschen als 1 ½ Silbergroschen gerechnet wurden. Eine ¼ Ggr. mit kleinem Vortrennschnitt im Markenbild, sonst tadellose und sehr frische Erhaltung. Ein schöner und seltener Brief. Signiert Kruschel und Grobe mit Fotoattest, sowie Fotoattest Dr. Wilderbeek BPP (2018) Provenienz: Dr. Walter Marx (23. Kruschel-Auktion 1985)

Los-Nr.60

Erhaltung

6

Katalog-Nr.10

Ausruf1.000 €
Zuschlag3.000 €

1863, ½ Silbergroschen schwarz auf lebhaftgraugrün, farbfrisch und allseits breitrandig mit leicht und sauber aufgesetztem Nummernstempel "22" auf Postschein für einen eingeschriebenen Brief von "Hessen den 1ten Mai 1866" nach Braunschweig. Das Formular wie üblich waagerecht gefaltet und oben kleines hinterklebtes Aufnadelungsloch, sonst tadellose und besonders schöne Erhaltung. Von den 7 bei uns registrierten Postscheinen mit der Nr. 10 ist dies zweifellos der schönste. Signiert Stock und Fotoattest Brettl BPP (1985) Provenienz: Generalkonsul Borchers (1985)

Los-Nr.61

Erhaltung

5

Katalog-Nr.11A,12Ab

Ausruf200 €
Zuschlag480 €

1861/65, Wappenausgabe 1 Silbergroschen schwarz auf gelb, 2 Einzelwerte zusammen mit 3 Silbergroschen karmin, alle farbfrisch und breit- bis überrandig mit jeweils sauber aufgesetztem blauen Nummernstempel "29" KREIENSEN auf Briefstück mit teils übergehendem Stempel von London. Ein schönes und qualitativ hochwertiges Briefstück, signiert Kruschel und Fotobefund Dr. Wilderbeek BPP (2018) Provenienz: Dr. Walter Marx (23. Kruschel-Auktion 1985)

Los-Nr.62

Erhaltung

6

Katalog-Nr.11A,12Aa+7a

Ausruf5.000 €
Zuschlag20.000 €

1 Silbergroschen schwarz auf gelb und 3 Silbergroschen rosa in Mischfrankatur mit 1853, 2 Silbergroschen auf blau, alle farbfrisch und voll- bis meist breitrandig, mit jeweils sauber aufgesetztem Nummernstempel "9" und sauber nebengesetztem blauen Doppelkreisstempel "BRAUNSCHWEIG 5 AUG. 1864" auf kleinem rekommandierten Express-Kuvert nach Lochtum bei Vienenburg im Königreich Hannover mit handschriftlichem Vermerk "Durch einen expressen Boten zu bestellen". Das Porto setzt sich zusammen aus 1 Silbergroschen Vereinsporto für den 1. Rayon, 2 Silbergroschen Rekommandationsgebühr und 3 Silbergroschen Expressgebühr, welche vorder- und rückseitig als Weiterfranko notiert ist. Expressbriefe von Braunschweig sind sehr selten und 3-Farben-Frankaturen der geschnittenen Ausgaben ganz große Raritäten; in dieser Kombination haben wir kein weiteres Stück registriert. Ein phantastischer Brief. Fotoattest Dr. Wilderbeek BPP (2018) Provenienz: John Boker jr. (1988) 

Los-Nr.63

Erhaltung

6

Katalog-Nr.17

Ausruf2.000 €
Zuschlag3.900 €

1865, Ovalausgabe ½ Silbergroschen schwarz, farbfrisch und einwandfrei durchstochen mit sauber aufgesetztem Nummernstempel "9." und nebengesetztem schwarzen Doppelkreisstempel "BRAUNSCHWEIG 2 JAN. 1867" auf chamois farbener Vertreterkarte mit dekorativem Rankenmuster nach Oker mit rückseitigem Ankunftstempel. Eine sehr seltene Einzelfrankatur und zweifellos eines der schönsten Stücke der letzten Ausgabe. Signiert Grobe und Kruschel, Fotoattest Dr. Wilderbeek BPP (2018) Provenienz: Gaston Nehrlich (29. Köhler-Auktion 1923), 100. Fehr-Auktion (1975)

Los-Nr.64

Erhaltung

6

Katalog-Nr.19+U9A

Ausruf300 €
Zuschlag750 €

1865, Ovalausgabe 2 Silbergroschen blau, teils Scherentrennung, jedoch fast ausschließlich außerhalb des Durchstiches, als Zufrankatur auf Ganzsachenumschlag 3 Silbergroschen ockerbraun mit sauber auf- und nebengesetztem Doppelkreisstempel "BRAUNSCHWEIG 31 DEC. 1866" nach Kent in England mit vorderseitigem Durchgangsstempel von London; seitliche Eingangsnotiz, sonst gute Erhaltung.

Los-Nr.65

Erhaltung

6

Katalog-Nr.20+U8A

Ausruf300 €
Zuschlag650 €

3 Sibergroschen orangebraun als Zufrankatur auf Ganzsachenumschlag 2 Silbergroschen blau, mit sauber auf- und nebengesetztem Doppelkreisstempel "BRAUNSCHWEIG 21 OCT. 1866" nach Tunbridge Wells mit rückseitigem Ankunftsstempel. Die Marke unten Scherentrennung, der Umschlag schwache senkrechte Bugspur und oben ganz leichter Knitter, sonst sehr schöne und frische Erhaltung und ein sehr schönes Pendant zu dem vorhergehenden Los aus der selben Korrespondenz.
Provenienz: 103. Ebel-Auktion (1975)

Los-Nr.66

Erhaltung

6

Katalog-Nr.

Ausruf200 €
Zuschlag500 €

1846, Briefhülle von La Guaira, Venezuela über Bremen nach Herrnhut mit klarem Rahmenstempel "See-Brief." und "BREMEN 23-3"

Los-Nr.67

Erhaltung

(6)

Katalog-Nr.

Ausruf100 €
Zuschlag420 €

1866, "Paid to Bremen", klarer Rahmenstempel auf Feldpost-Briefvorderseite mit handschriftlichem Vermerk "Feldpostbrief bis an die Grenze" sowie Aufgabestempel "K.P. FELDPOST II ARMEE CORPS 7/8", nebengesetztem blauem "HAMBURG PACKET 12 AUG 18" und schwarzem "N. YORK HAMB. PKT. 15/22 U.S. NOTES SEP 3"

Los-Nr.68

Erhaltung

1

Katalog-Nr.1y

Ausruf300 €
Zuschlag700 €

1855, 3 Grote schwarz auf blaugrau, waagerecht gestreiftes Papier, waagerechter 3er-Streifen mit allseits breiten Rändern, sehr schön farbfrisch, ungebraucht mit großen Teilen des Originalgummis, leichte Faltung zwischen der ersten und zweiten Marke, sonst tadellos. Eine attraktive Einheit; u.a. signiert Ebel und Georg Bühler sowie Fotoattest Neumann BPP (2018)

Los-Nr.69

Erhaltung

6

Katalog-Nr.1x

Ausruf1.000 €
Zuschlag2.200 €

3 Grote schwarz auf blaugrau, senkrecht gestreiftes Papier, farbfrisch und voll- bis sehr breitrandig mit sauber aufgesetztem Rahmenstempel "BREMEN 13 2" (1864) auf Briefhülle nach Bremerhaven mit Ankunftsstempel vom selben Tag. Die Marke ist bis auf einen minimalen Knitter tadellos, die Briefhülle unten in den etwas gereinigten Faltungen teils verstärkt. Ein attraktiver Brief der 2. Auflage. Signiert Pfenninger und Fotoattest Neumann BPP (2018) Provenienz: Auktion Bela Sekula (1931), 56. Corinphila-Auktion (1973)

Los-Nr.70

Erhaltung

1

Katalog-Nr.3a

Ausruf200 €
Zuschlag360 €

1860, 7 Grote schwarz auf rötlichgelb im waagerechten Unterrandpaar, farbfrisch und allseits sehr breitrandig mit ca. 4 mm Bogenrand, ungebraucht mit Originalgummi. Zwischen den beiden Werten minimalst falzhell, davon das linke Markenbild gering getroffen. Schöne und frische Erhaltung. Signiert Emilio Diena und Fotoattest Neumann BPP (2018)

Los-Nr.71

Erhaltung

6

Katalog-Nr.3a

Ausruf2.000 €
Zuschlag6.500 €

7 Grote schwarz auf rötlichgelb, allseits sehr breit- bis überrandig, rechts mit Teil des Bogenrandes, mit sauber aufgesetztem Rahmenstempel "BREMEN 17 2" als Teilfrankatur auf Briefkuvert nach Siebeneichen bei Büchen im dänischen Herzogtum Lauenburg mit handschriftlichem Vermerk "fr. Hbg." (franko Hamburg). Die in Rötel notierte Taxe von "1 3/4" Schilling dänischem Anteil wurde weitgehend radiert. Die Marke war vom Brief gelöst und weist links oben leichte Auffaserungen auf, wo eine Tintenspur radiert wurde, sonst einwandfrei. Ein attraktiver und seltener Brief. Signiert Drahn mit Fotoattest (1953) sowie Fotoattest Neumann BPP (2018) Provenienz: 96. Grobe-Auktion (1953), 60. Corinphila-Auktion (1978)

Los-Nr.72

Erhaltung

6

Katalog-Nr.4b

Ausruf500 €
Zuschlag1.500 €

1861, 5 Silbergroschen moosgrün in tiefer, typischer Farbe mit klarem Rahmenstempel "BREMEN 16 1" (1863) auf Briefhülle nach Liverpool. Die Marke rechts unauffällig ergänzt, sonst allseits sehr breitrandig. Diese Farbnuance ist auf Brief selten; es sind nur rund 20 Einzelfrankaturen registriert. Signiert Jakubek und Fotoattest Neumann BPP (2018) Provenienz: "Kogge" (1987), "Duckwitz" (1996)