Wie können Sie sich auf ein Gespräch vorbereiten?

Am einfachsten nehmen Sie mit uns telefonisch Kontakt auf. Am Telefon versuchen wir, uns einen ersten Überblick über Ihre geerbte Sammlung zu verschaffen. 
Es ist daher sehr hilfreich, wenn Sie sich auf das Gespräch mit uns ein wenig vorbereiten. Wenn Sie die nachfolgenden Punkte durchgehen, können auch Sie als Laie das Gros der Informationen zusammengetragen, die wir von Ihnen benötigen, um das Objekt grob beurteilen zu können.

Kontakt

Telefon: +49(0)6 11-3 93 81
Telefax: +49(0)6 11-3 93 84
Email: info@heinrich-koehler.de
Ein typisches altes Album (mit leider eingeklebten Briefmarken)
Ein typisches altes Album (mit leider eingeklebten Briefmarken)

WELCHE GEBIETE WURDEN GESAMMELT?

Unter Gebiet versteht man das Land, in dem eine Briefmarke herausgegeben wurde, die Landesbezeichnung steht in der Regel auf den Marken. Jeder Sammler hat meist ein oder mehrere Lieblingsgebiete, die er gesammelt hat.

Gehen Sie alle Alben einmal durch und versuchen Sie herauszufinden, welche Gebiete in der Sammlung bevorzugt zusammengetragen wurden. Speziell bei Deutschland, aber auch bei allen anderen Ländern ist es für uns wichtig zu wissen, ob auch Gebiete vor 1945 (wie beispielsweise das Deutsche Reich) gesammelt wurden. Die Sammlungen werden meist chronologisch zusammengetragen, sodass es nicht allzu schwer sein sollte, dies herauszufinden.

Wurde mit sogenannten Vordruckalben, d. h. Markenbüchern, in denen jede Marke ein vorgedrucktes Feld ausfüllt (ähnlich Panini-Alben), gesammelt, können Sie auch gleich kontrollieren, ob bzw. ab wann eine Sammlung komplett ist.

WIE WIRD DER WERT EINER BRIEFMARKE BESTIMMT?

Ganz vereinfacht gesagt, wird auch bei Briefmarken das Grundgesetz des Handels, das Verhältnis aus Angebot und Nachfrage, angewandt. Wertbildende Faktoren sind hierbei im allgemeinen

  • die Seltenheit einer Marke oder eines Briefes,
  • die aktuelle Beliebtheit des Sammelgebietes bei den Sammlern,
  • die Qualität, d.h. ob die Marke beschädigt ist oder nicht.

Das Alter der Marken spielt hingegen eine untergeordnete Rolle, da meist die Seltenheit als wertbildender Faktor indirekt durch das Alter einer Marke beeinflusst wird. Es gibt aber auch durchaus Marken, die älter als 150 Jahre sind, jedoch weniger als einen Euro wert sind.

Ein weit verbreiteter Irrtum ist auch die Annahme, dass gestempelte Marken weniger wert seien als ungestempelte. Dies lässt sich pauschal nicht sagen, da dies von Gebiet zu Gebiet variiert. Letztlich ist hier der wertbildende Faktor eher die Seltenheit. Wenn also eine Marke nur für kurze Zeit gültig war und nur sehr wenige Exemplare zum Bekleben der Briefe verwendet wurden, ist eine gestempelte Marke deutlich mehr wert als eine ungestempelte. Ein klassisches Beispiel hierfür sind die Marken, welche in der deutschen Hochinflation 1922/23 ausgegeben wurden. Durch die Inflation musste das Porto alle paar Wochen angepasst werden, sodass immer wieder neue Marken gedruckt werden mussten und die alten nicht mehr zu verwenden waren.

Übrigens ist auch die Tatsache, ob ein Gebiet gestempelt oder ungebraucht (bzw. postfrisch) gesammelt wurde, für uns wichtig. Ebenso ist es gut zu wissen, ob die Sammlung auch noch komplette Briefe oder Postkarten o.ä. beinhaltet.

Es gibt zwar den MICHEL-Katalog, welcher als Vergleichsbasis des Wertes von Briefmarken untereinander dient. Der Michelwert selbst hat mit dem tatsächlichen Handelswert einer Briefmarkensammlung jedoch nur sehr wenig zu tun.

Ein typisches Echtheitszertifikat
Ein typisches Echtheitszertifikat

LIEGEN ECHTHEITSZERTIFIKATE (ATTESTE ODER BEFUNDE) BEI?

Ein leidiges Thema in der Philatelie ist das Fälschen von Marken. Nahezu jede teure Marke wurde oder wird gefälscht, immer wieder werden gutgläubige Sammler getäuscht. Aus diesem Grunde gibt es Briefmarkenprüfer, die Experten auf ihrem Gebiet sind und Aussagen über die Echtheit von teuren Marken treffen können.

In Deutschland sind die meisten Prüfer in einem Verband, dem BPP organisiert. Für teure Marken stellen die Experten in der Regel Fotoatteste oder (Kurz-)Befunde aus, die in schriftlicher Form nebst Abbildung der Marke die Echtheit der Marke bestätigen. Rechts sehen Sie Beispiele für solche Zertifikate. Achten Sie beim Durchblättern der Sammlung darauf, ob derartige Atteste und Befunde enthalten sind. Falls möglich, notieren Sie, für welche Marken (Gebiet und Mi.Nr. stehen in der Regel auf den Zertifikaten) diese ausgestellt sind. Diese Angaben helfen uns, eine Einschätzung zum Gehalt der Sammlung zu treffen.

WURDEN MARKEN AUF AUKTIONEN ERSTEIGERT?

Der beste Handelsplatz für teure Marken und interessante Sammlungen ist eine Briefmarkenauktion. Wenn der Sammler selbst auf Auktionen Stücke für seine Sammlung eingekauft hat, ist dies ein gutes Zeichen, dass die Sammlung einen höheren Wert haben könnte. Umgekehrt sollten Sie keine Schätze erwarten, wenn nur die Marken aus der Tagespost oder einem Post-Abonnement gesammelt wurden.
Stammen die Briefmarken vielleicht schon aus einer Auktion?
Stammen die Briefmarken vielleicht schon aus einer Auktion?
Welchen Umfang hat die Sammlung?
Welchen Umfang hat die Sammlung?

WELCHEN UMFANG HAT DIE SAMMLUNG?

Zur logistischen Planung ist es für uns notwendig, den Umfang einer eventuellen Einlieferung abschätzen zu können. «Eine Schrankwand voll», «viele Alben» u.ä. sind daher nur bedingt hilfreiche Aussagen. Wenn Sie die Zahl der Alben zählen oder relativ genau abschätzen können, haben wir die Möglichkeit, uns genauere Vorstellungen von Ihrer Sammlung zu machen.
Je mehr unserer Fragen Sie uns beantworten können, desto besser können wir Sie letztendlich am Telefon beraten. Zögern Sie also nicht, uns zu kontaktieren:

+49 611 39381